Trierer Konstantin-Basilika soll wieder Farbe bekommen

Der Vorsitzende der Archäologischen Trier-Kommission, der Kölner Wissenschaftler Heinz Günter Horn, will Teile der antiken Wandmalereien der Trierer Konstantin-Basilika rekonstruieren lassen.

http://nachrichten.t-online.de/trierer-konstantin-basilika-soll-wieder-farbe-bekommen/id_51747536/index?news 24.11.2011

Ablastung der Pfeiffersbrück auf 2,8 t

Beschränkter Verkehr auf der Pfeiffersbrücke

Bei einer Sonderprüfung der Pfeiffersbrücke in Trier-Ehrang wurde der schlechte Zustand des Bauwerks festgestellt. Das zulässige Gesamtgewicht für den Verkehr wird deshalb von bisher 6 auf 2,8 Tonnen herabgesetzt.

Zudem wird die Fahrbahnbreite auf drei Meter eingeschränkt. Die Brücke ist wegen der Neubeschilderung am Dienstag, 18. Oktober, zwischen 9 und 16 Uhr für den motorisierten Verkehr voll gesperrt. Während der Arbeiten kann es zu Behinderungen kommen. red

Trierischer Volksfreund 17.10.2011

Weg frei für die Umgehungsstraße

Es war eine historische Stunde: Der Ehranger Ortsbeirat hat die Verlegung der neuen Umgehungsstraße B 422 beschlossen. Das Thema wird seit rund 30 Jahren im Stadtteil diskutiert. Trotzdem wäre der Ortsbeirat um ein Haar nicht beschlussfähig gewesen.

Trier-Ehrang. Seit 30 Jahren beschäftigt die Kommunalpolitiker die B 422 neu: Die Straße durch das ehemalige Mühlengelände an der Kyll soll den Ehranger Ortskern vom Verkehr von und nach Kordel entlasten. Gleichzeitig soll das Mühlengelände neu belebt und ein Discounter angesiedelt werden – wichtige Impulse für die Entwicklung des Ortskerns.
Bereits vor rund zehn Jahren spazierte Ministerpräsident Kurt Beck mit Parteifreunden durch das Mühlengelände und freute sich über die bevorstehende Straßenbaumaßnahme. Daraus wurde nichts, Dutzende Male hat der Ortsbeirat sich dazu beraten. Spätestens Anfang 2012 sollen weitere störende Häuser abgerissen werden und im gleichen Jahr soll noch mit dem Bau der Umgehungsstraße begonnen werden, erläuterte nun Sandra Klein vom Tiefbauamt dem Ortsbeirat.
Schallschutz und Spazierwege


Nur drei Gäste waren zur Sitzung gekommen. Doch der Ortsbeirat war mit einem grünen Mitglied und jeweils drei CDU- und SPD-Räten anfangs gar nicht beschlussfähig – erst als Hans-Karl Daus (CDU) zu späterer Stunde dazustieß, konnte abgestimmt werden. Einstimmig beschloss der Rat die Verlegung der alten B 422. Nächste Hürden sind der Baubeschluss und die Genehmigung eines Zuschussantrags. Geplant ist, die sechs Meter breite neue B 422 recht kurvenreich, etwas erhöht, mit Randbepflanzung, Querungshilfen und zwei Radstreifen von je 1,50 Meter Breite, die von der Kyllbrücke bis zur ehemaligen Blumenfabrik reichen, anzulegen.
Zudem soll es Schallschutzwände geben, Spazierwege sollen beispielsweise entlang der Stadtmauer laufen und das Kyllufer besser soll besser erreichbar werden. Trotz Hoffnung, dass das Langzeitprojekt nun seiner Realisierung entgegen strebt, gab es auch kritische Fragen zum Parkraum oder der konkreten Gestaltung der Straße, die allerdings im Bebauungsplan bereits weitgehend gefasst worden seien, erklärte Klein. Das rief am Rande der Veranstaltung den Widerspruch eines Anwohners der Friedhofstraße hervor: Er fühle sich von der Verwaltung hinsichtlich Hochwasserschutz und Lärmbelastung nicht ausreichend informiert. Prognostiziert sind knapp 6000 Fahrzeuge pro Tag, die nach derzeitiger Planung spätestens 2015 über die Straße rollen können. gsb

Behelfsampeln erregen die Gemüter

Seit die Ehranger Anschlussstellen zur A 64/B 52 gesperrt sind und dort Baustellenampeln stehen, staut sich der Verkehr. Das ist zumindest der Eindruck vieler Autofahrer. Die Autobahnmeisterei Schweich weist den Vorwurf zurück.

Trier/Ehrang. Allabendlich stauen sich die Autos auf der B 53 bei Ehrang. Auf Höhe der Abfahrt von der A 64/B 52 unterhalb der Moselbrücke bilden sich sowohl in Richtung Pfalzel als auch in Richtung Schweich lange Schlangen. Die fest installierten Ampeln sind verhüllt, Behelfsampeln regeln den Verkehr.
Viele Autofahrer regt das auf. Nach Karl-Hans Stoffels\’ Auffassung staut sich der Verkehr dort erst, seit die Behelfsampeln stehen (siehe Extra). Mit deren Schaltung ist er überhaupt nicht einverstanden.
Radargesteuerte Ampeln


“Sowohl die Autofahrer aus Richtung Pfalzel/Biewer als auch diejenigen aus Richtung Luxemburg stehen mehrere Male gleichzeitig unnötig in einer Rotphase, ohne dass deshalb jemand Richtung Moselbrücke auffahren würde – was ja auch schlecht möglich ist, da die Auffahrten gesperrt wurden”, sagt Stoffels. Er meint: “Man hätte besser die fest installierten Ampeln in Betrieb gelassen. Die Baustellenampel ist völlig idiotisch.” Den Vorwurf, dass die Ampelschaltung den Verkehrsfluss behindere, weist Walter Druckenmüller zurück. “Gerade wegen der Sperrung der Auffahrten haben wir die Behelfs ampeln eingerichtet. Durch sie können wir die Phasen nutzen, in denen Fahrer der gesperrten Spuren eigentlich Grün hätten”, sagt der Leiter der Autobahnmeisterei Schweich. Der Eindruck, dass man unnötige stehe, sei rein subjektiv. Zudem weist Druckenmüller darauf hin, dass alle Baustellenampeln radargesteuert seien und somit nicht in einem festen Intervall, sondern je nach Verkehrsaufkommen umschalteten. “Alle Ampeln sind mehrfach überprüft und nachjustiert”, sagt Druckenmüller.
Arbeiten im Zeitplan


Zu Behinderungen komme es durch die Baustelle dennoch. “Das liegt am hohen Verkehrsaufkommen gegen Feierabend. Problematisch ist das aber nur aus Trier in Richtung Schweich“, sagt Druckenmüller.
Den Autofahrern macht der Leiter der Schweicher Autobahnmeisterei Hoffnung: “Wir liegen mit den Bauarbeiten sehr gut im Zeitplan. Den angekündigten Termin Ende Oktober können wir einhalten.”An den beiden Ehranger Anschlussstellen von der B 53 zur B 52 in Richtung Luxemburg und in Richtung Trier/Hermeskeil werden seit Anfang Juni Abbiegespuren gebaut. Die Auffahrten sind momentan gesperrt. Die Bauarbeiten sollen bis Ende Oktober abgeschlossen sein. Laut Walter Druckenmüller, Leiter der Autobahnmeisterei Schweich, werden die Auffahrten sobald wie möglich wieder geöffnet. red+

Dicke Luft im Trierer Hafen: Streit um neue Schadstoffmessungen

Das Mainzer Umweltministerium hat neue Sondermessungen im Trierer Hafen angekündigt. Sie sollen zeigen, ob die Quellen der zu hohen Schwermetall-Belastung im Industriegebiet Trierer Hafen mittlerweile beseitigt wurden. Als Hauptverursacher nennt das Ministerium die Theo Steil GmbH, doch das Unternehmen wehrt sich.

Die Gesundheit der für die 50 Betriebe im Hafen arbeitenden 3000 Menschen sei nicht gefährdet, und auch die Bewohner der Stadtteile Ruwer, Biewer und Pfalzel seien sicher. Das betonen sowohl das Landesumweltamt als auch die Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord. Dennoch werden die Grenzwerte für Schwermetalle in der Luft im Industriegebiet Hafen klar überschritten.
Warum bedeutet diese Überschreitung keine Gefährdung der Menschen? “Die Einhaltung der Grenzwerte soll verhindern, dass schädliche Bodenveränderungen entstehen”, erklärt Henning Müller-Planker in einem Schreiben des Umweltministeriums an Hans-Jürgen Wirtz vom Bürgerverein Pfalzel, der sich seit Jahren mit den Schadstoffen im Hafen auseinandersetzt. “Wegen der nur kurzen Verweildauer der Staubteilchen in der Luft besteht auch bei einer Überschreitung der Grenzwerte keine unmittelbare Gesundheitsgefährdung.” Im Klartext: Erst wenn sich die Schwermetallteilchen dauerhaft im Boden festsetzen, wird es wirklich gefährlich.
So weit soll es nicht kommen. Bereits zweimal hat das Umweltministerium die Zentrale Expertengruppe Umweltschutz (Zeus) nach Trier geschickt, um nach den Quellen der zu hohen Schwermetallwerte zu fahnden (der TV berichtete mehrmals). 2006 und 2010 war die Expertengruppe in Trier unterwegs. Ihre Berichte bescheinigen den großen metallverarbeitenden Betrieben im Hafen die Umsetzung vieler Maßnahmen zur Schadstoffminimierung. Aber: “Diese Maßnahmen sind messtechnisch noch überhaupt nicht erfasst”, sagt Hans-Jürgen Wirtz. “Erst die neue Langzeitmessung wird zeigen, ob die Grenzwerte immer noch überschritten werden.”
Ein Unternehmen steht im Mittelpunkt. “Die Überprüfung ergab deutlich, dass vor allem die Firma Theo Steil für den Hauptemissionsbeitrag verantwortlich ist”, heißt es im Schreiben des Umweltministeriums an Wirtz. Auch im Zeus-Abschlussbericht von 2010 wird die Steil GmbH als eine Hauptquelle genannt.
Doch die Gesellschaft schlägt zurück. “Die Firma Theo Steil sieht sich in keiner Weise als einer der Hauptverursacher, die in den Berichten der Expertengruppe Zeus genannt wurden”, betont Steil-Geschäftsführer Christian Satlow gegenüber dem TV. “Allein die Ausführung der letzten Emissionsdatenerhebung des Landesumweltamtes und der daraus erarbeitete Bericht der Zeus sind aus unserer Sicht vage und wissenschaftlich nicht haltbar.”
Satlow weiter: “Man sollte sich in Erinnerung rufen, dass wir bereits vor Beginn der ersten Messkampagne unseren gesetzlichen Auflagen vollumfänglich nachgekommen sind und alle anerkannten Regeln der Technik angewandt wurden.” Und: “Erprobte Techniken, die einen signifikanten Nutzen für die Umwelt haben, werden bei uns allein aus Sicht des Schutzes unserer Mitarbeiter eingesetzt.”
Die neue Messung soll nach TV-Informationen erst nach der 4,5 Millionen Euro teuren Verlängerung der Kaimauer im Hafen stattfinden. Ein genauer Termin steht noch nicht fest.

Meinung
Nur gemeinsam geht es


Eine Metallindustrie, die völlig ohne Schadstoffausstöße funktioniert, gibt es noch nicht. Die Besorgnis der Anwohner in den direkt an den Hafen grenzenden Stadtteilen und auch die Wachsamkeit der Landesumweltbehörden sind deshalb absolut berechtigt. Doch auch die Betriebe im Hafen, vor allem die großen Unternehmen wie die Theo Steil GmbH oder das Trierer Stahlwerk, stellen sich seit Jahren ihrer enormen Verantwortung, haben Produktionsprozesse umgestellt und modernisiert und dadurch die Schwermetallbelastung reduziert. Das bestätigen auch die beiden Zeus-Berichte. Doch das Ziel – ein dauerhaftes Absenken der Schwermetallstäube unter die Grenzwerte – ist noch nicht erreicht. Beide Seiten müssen offen zusammenarbeiten. Die Unternehmen im Hafen müssen den Experten aus Mainz jede geforderte Unterstützung gewähren – und die Experten dürfen nicht nur die großen Betriebe wie die Theo Steil GmbH im Blick haben, sondern alle 50 Firmen im Industriegebiet Trierer Hafen. j.pistorius@volksfreund.de

Extra

Der Trierer Hafen wurde zwischen 1957 bis 1969 gebaut und stetig erweitert. Er versteht sich als Logistikdrehscheibe der Region im Dreiländereck und ist der einzige Moselhafen auf deutscher Seite. Die 50 Betriebe im Hafen beschäftigen mehr als 3000 Mitarbeiter.

Die Theo Steil GmbH wurde 1924 gegründet und ist heute einer der modernsten Stahl- und Recyclingbetriebe Deutschlands mit 700 Mitarbeitern an elf Standorten im gesamten Bundesgebiet.

Die Zentrale Expertengruppe Umweltschutz (Zeus) ist eine Spezialeinheit, die landesweit operiert und dabei nicht von bürokratischen Hürden oder Zuständigkeiten einzelner Ämter eingeengt wird. Eine im Ämterdschungel ungewöhnlich hohe Flexibilität. Die 1988 gegründete Zeus ist eine mit Ingenieuren und Naturwissenschaftlern besetzte Stabsstelle des Landesumweltamts und nur dessen Präsidenten unterstellt.

Der aktuelle Bericht der Zeus wurde im September 2010 vorgelegt und umfasst eine Liste von Anregungen, um vor allem die Metallstaub-Freisetzung in den Schredderanlagen zu reduzieren. Ob diese Änderung die Emissionen ausreichend verringern, soll die neue Messung zeigen. jp

Trierischer Volksfreund Online 08.09.2011

Gefährlicher “Ehranger Markt”

“Ein 21-jähriger Mann aus Trier wurde in der Nacht zum Sonntag während des Ehranger Markts Opfer einer gefährlichen Körperverletzung und dabei erheblich verletzt.” “16vor” 16.05.2011

Gerade noch erzählen mir mehrere Jugendliche, die selbst nicht aus Ehrang kommen, wie gefährlich es sei, auf den Ehranger Markt zu gehen und dass sie aus Angst vor Schlägen dort nicht mehr hingehen würden. Nun die obige Pressemeldung genau zu diesem Thema. Es hört also nicht auf in Ehrang: Angst und Gewalt auf der Straße, wo doch alles besser geworden zu sein schien. In Anbetracht dieser Pressemeldung kommen allerdings Zweifel auf. Auch erzählen Jugendliche, die Polizei würde vorbeifahren aus Angst vor der Konfrontation, wenn man sie rufen würde. Ob das stimmt, lässt sich nicht überprüfen, doch es sind glaubhafte Berichte.

Sitzung Ortsbeirat am 31.08.2011

E i n l a d u n g

zur öffentlichen Sitzung des Ortsbeirates
Trier-Ehrang-Quint
am Mittwoch, dem 31. August 2011, 18:30 Uhr,
im Bürger- und Vereinshaus Ehrang, Niederstraße 143-144

1.

Fortführung Quartiermanagement in Ehrang-Quint bis einschl. 31.12.2012 gem. Stadtratsvorlage 172/2011 vom 18.07.2011

2. Namensgebung für das neu gestaltete Umfeld des Bürger- und Vereinshauses
3. Bepflanzung Schallschutz Gartenstraße / Franziskusstraße (Antrag der Bündnis 90/ Die Grünen-Gruppierung).
4. Ortsteilbudget einschließlich 2011 – Sachstand und Umwidmung einer be- schlossenen Maßnahme
5. Verschiedenes

Ehranger Markt “so wie immer” nach Rücktritt

Neuer Vorstand, bewährtes Konzept

Nach dem Vorstandswechsel in der Gemeinschaft Ehranger Ortsvereine (GEOV) wird das traditionelle Volksfest Ehranger Markt im September “so wie immer” stattfinden: Essens- und Getränkestände, Schaustellerbetriebe, Vereinsaktionen. Das kündigt der Vorsitzende Horst Lorig an. Der alte Vorstand hat nach einem Jahr entnervt aufgegeben.

Trier-Ehrang. Immer wieder hatte es in den vergangenen Jahren Querelen um die GEOV gegeben. Ihre Aufgabe ist die Organisation des Ehranger Markts am ersten Septemberwochenende. Jahrelang hatte Horst Lorig den Vorsitz inne, von dem er vor zwei Jahren frustriert zurücktrat. 31 Vereine mit laut Lorig schätzungsweise 4000 Mitgliedern sind in der GEOV vereint. Doch nur ein halbes Dutzend Vereine ist am Ehranger Markt beteiligt, weit und breit gab es keine Interessenten für den Vereinsvorsitz der GEOV. Bis im vergangenen Jahr mit Nicole Becker als Vorsitzende und ihrem Partner René Weinig zwei fachlich versierte und engagierte Neueinsteiger den Vorstand der GEOV übernahmen. Unter ihrer Leitung gaben sie dem Ehranger Markt frische Impulse und sorgten für eine gute Besucherresonanz.
Sechs Vereine sind beteiligt

Becker/Weinig planten, dem traditionellen Markt wieder zu Volksfest-Größe und imagefördernder Attraktion zu verhelfen. Wegen zu “starker beruflicher Belastungen” haben beide allerdings ihre Posten zurückgegeben. Was von Becker/Weinig offiziell als “Zeitmanagement-Probleme” bezeichnet wird, seien handfester Ärger und Enttäuschung. “Die von Vorstand und Vereinen damals zugesagte Unterstützung gab es nicht mal ansatzweise”, sagen sie. Zu dem “kompletten Neuaufbau eines Markts ohne Struktur, quasi ohne Budget” kamen die ausbleibende Kooperation von Vereinen sowie “fehlendes unternehmerisches Denken und keine Bereitschaft für neue Strukturen”. Aufgrund von Formfehlern gab es schließlich zwei Neuwahlen, in denen sich außer Lorig niemand zum Vorsitz bereiterklärte.
“So wie immer” soll der Markt im September in der traditionellen Form als viertägige Veranstaltung mit Essens- und Getränkeständen sowie Schaustellern abgehalten werden. Sechs Vereine sind beteiligt. Als neue Attraktion ist ein Enten-Schwimmen auf der Kyll geplant. “Die Auflösung der Gemeinschaft steht wohl an.” Lorig sieht keine Zukunft mehr für die 39 Jahre alte GEOV. An ihrer Stelle sollte ein Festausschuss der beteiligten Vereine für den Ehranger Markt gebildet werden.